Das spricht für die Direktversicherung:

  • Der steuer- und sozialversicherungsfreie Beitrag nach § 3 Nr. 63 EStG entspricht der Höhe des Entgeltumwandlungsanspruchs.
  • Lebensversicherer unterliegen der staatlichen Aufsicht. Zusätzlich sind sie über die Insolvenzsicherungseinrichtung der Versicherungswirtschaft (Protektor) gegen die Insolvenz des Versicherers abgesichert.
  • Bei unwiderruflichem Bezugsrecht besteht keine Beitragspflicht zum Pensionssicherungsverein.
  • Die Auszahlung der Leistungen erfolgt ausschließlich durch den Versicherer.
  • Die Direktversicherung mit steuerfreien Beiträgen in Höhe von 4 % der Beitragsbemessungsgrenze zur gesetzlichen Rentenversicherung (West) kann zusätzlich zu einer bereits vor 2005 zugesagten Direktversicherung (deren Beiträge pauschal besteuert werden) abgeschlossen werden.

Was ist eine Direktversicherung?

Die Direktversicherung ist eine Rentenversicherung, die der Arbeitgeber als Versicherungsnehmer und Beitragszahler auf das Leben des Arbeitnehmers abschließt. Die Finanzierung erfolgt durch Beitragszahlung in den Versicherungsvertrag. Die Leistungen im Versorgungsfall zahlt der Versicherer direkt an den Versorgungsberechtigten ohne Aufwand beim Arbeitgeber.

Vorteile für Arbeitgeber und Arbeitnehmer

Der Durchführungsweg ist auch für kleine und mittlere Unternehmen geeignet, die die bAV neu einführen oder ausbauen möchten:

  • Die Finanzierung der Versorgungsrisiken wird aus dem Betrieb ausgelagert. Die Versorgung ist von einer Insolvenz des Arbeitgebers nicht betroffen.
  • Die von der staatlichen Versicherungsaufsicht überwachte Versorgungseinrichtung (Lebensversicherungsunternehmen) gibt die gewünschte Kalkulationssicherheit.
  • Der Entgeltumwandlungsanspruch nach dem Betriebsrentengesetz kann vollständig über die Direktversicherung abgewickelt werden, da der Umfang der steuerfreien Zuwendungen mit dem Umfang des Entgeltumwandlungsanspruchs nach dem Betriebsrentengesetz identisch sind.
  • Neue Produktgestaltungen erlauben die Gestaltung eines haftungsarmen Versorgungswerkes mit zusätzlicher guter Renditemöglichkeit über die Fondsorientierung für den Arbeitnehmer.

Die clevere Art der Vorsorge: das Stufenmodell

Das Stufenkonzept ist eine Form der Direktversicherung durch Entgeltumwandlung mit optionaler Arbeitgeberbeteiligung. Die durch die Entgeltumwandlung eingesparten Steuern und Sozialversicherungsbeiträge werden ebenfalls als Beiträge für die Direktversicherung verwandt. Das Modell läuft in 4 Stufen ab:

  • 1. Stufe
    Nettoverzicht: Der Arbeitnehmer legt fest, auf wie viel Nettogehalt er tatsächlich verzichten möchte. Die darauf entfallenden Steuern und Sozialversicherungsbeiträge werden ebenfalls als Beiträge für die Direktversicherung verwandt.
  • 2. Stufe
    Umwidmung von vermögenswirksamen Leistungen (VL): Die bisher als VL versteuerten und mit Sozialversicherungsbeiträgen belasteten Leistungen zur Vermögensbildung werden brutto (ohne Abzug von Steuern und Sozialversicherungsbeiträgen) in Beiträge für eine Direktversicherung umgewandelt.
  • 3. Stufe
    Freiwilliger Arbeitgeberzuschuss: Der Arbeitgeber spart durch die Entgeltumwandlung Sozialversicherungsbeiträge. Diese Ersparnis kann er - ganz oder teilweise - an die Arbeitnehmer weitergeben.
  • 4. Stufe
    Der Arbeitgeber gibt z.B. statt einer Gehaltserhöhung einen (weiteren) Zuschuss zur Direktversicherung. Dadurch spart der Arbeitgeber nochmals Sozialversicherungsbeiträge, der Arbeitnehmer sogar nochmals Steuern und Sozialversicherungsbeiträge.

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